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Typ EPM

Magnetisch-induktiver Durchflussmesser EPM

EPS-E-DN150.webp: Magnetisch-induktiver Durchflussmesser EPM
  • Präzise Durchflussmessung elektrisch leitfähiger Flüssigkeiten
  • Keine beweglichen Teile im Messrohr und kein zusätzlicher Druckverlust
  • Aufgebaute oder getrennte Ausführung für flexible Installationsmöglichkeiten
  • Verschiedene Auskleidungs- und Elektrodenwerkstoffe für unterschiedliche Messstoffe
  • Integrierte Erdungselektrode
  • Schutzart IP67, Sensor optional in IP68
  • Flexible Ausrichtung des Messumformers bei der aufgebauten Ausführung

Der EPM ist ein magnetisch-induktiver Durchflussmesser (MID) zur präzisen Messung des Volumendurchflusses elektrisch leitfähiger Flüssigkeiten. Er eignet sich für zahlreiche industrielle Anwendungen und kann sowohl für saubere Flüssigkeiten als auch für verunreinigte oder feststoffhaltige Medien eingesetzt werden. Durch die Auswahl geeigneter Auskleidungs- und Elektrodenwerkstoffe lässt sich der magnetisch-induktive Durchflussmesser an unterschiedliche Messstoffe und Prozessbedingungen anpassen.

Magnetisch-induktive Durchflussmessung nach dem Faradayschen Induktionsgesetz

Das Messprinzip des EPM basiert auf dem Faradayschen Induktionsgesetz. Im Durchflusssensor wird ein Magnetfeld quer zur Strömungsrichtung des elektrisch leitfähigen Messstoffs erzeugt. Bewegt sich die Flüssigkeit durch dieses Magnetfeld, entsteht eine elektrische Spannung. Zwei Messelektroden erfassen diese Spannung, deren Höhe proportional zur mittleren Fließgeschwindigkeit des Messstoffs ist. Aus der gemessenen Fließgeschwindigkeit und dem bekannten Rohrquerschnitt wird der Volumendurchfluss bestimmt.

Voraussetzung für die magnetisch-induktive Durchflussmessung ist eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit des Messstoffs. Das Messprinzip eignet sich deshalb insbesondere für Wasser, wässrige Lösungen und zahlreiche Chemikalien sowie für andere elektrisch leitfähige Prozessmedien.

Ein wesentlicher Vorteil eines magnetisch-induktiven Durchflussmessers besteht darin, dass sich keine beweglichen mechanischen Komponenten im Messrohr befinden. Der Messstoff kann durch den freien Rohrquerschnitt strömen, ohne dass zusätzliche Einbauten den Strömungsweg verengen. Dadurch entsteht durch das Messgerät praktisch kein zusätzlicher Druckverlust. Gleichzeitig reduziert der einfache Aufbau den mechanischen Verschleiß und ermöglicht eine zuverlässige und wartungsarme Durchflussmessung.

Flexible Anpassung an Messstoff und Anwendung

Unterschiedliche Prozessmedien stellen unterschiedliche Anforderungen an die Werkstoffe eines Durchflussmessers. Der EPM kann deshalb mit verschiedenen Auskleidungs- und Elektrodenwerkstoffen ausgeführt werden. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach den chemischen Eigenschaften des Messstoffs sowie den jeweiligen Prozessbedingungen.

Durch diese Variationsmöglichkeiten kann der EPM für ein breites Spektrum leitfähiger Flüssigkeiten eingesetzt werden – von Wasser und Prozesswasser bis hin zu chemisch anspruchsvollen, verunreinigten oder feststoffhaltigen Medien.

Der EPM steht sowohl als aufgebaute als auch als getrennte Ausführung zur Verfügung. Bei der aufgebauten Ausführung bilden Durchflusssensor und Messumformer eine kompakte Einheit. Die getrennte Ausführung ermöglicht dagegen die räumlich getrennte Installation von Sensor und Messumformer. Dadurch kann das Gerät an unterschiedliche Einbau- und Umgebungsbedingungen angepasst werden.

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Anwendungen

Der magnetisch-induktive Durchflussmesser EPM ist für die Messung elektrisch leitfähiger Flüssigkeiten in zahlreichen Bereichen der Prozess- und Verfahrenstechnik konzipiert. Das Messprinzip eignet sich insbesondere dort, wo eine zuverlässige Durchflussmessung ohne bewegliche Teile und ohne zusätzliche Einbauten in den Strömungsquerschnitt erforderlich ist.

Wasser und Abwasser

Magnetisch-induktive Durchflussmesser gehören zu den etablierten Messverfahren für die Durchflussmessung von Wasser und Abwasser. Der EPM kann zur Messung von Wasser, Prozesswasser und anderen leitfähigen wässrigen Medien eingesetzt werden. Da keine beweglichen Teile in den Strömungsquerschnitt hineinragen, eignet sich das Messprinzip ebenfalls für verunreinigte Flüssigkeiten und Medien mit Feststoffanteilen.

Typische Messaufgaben finden sich unter anderem bei der Wasseraufbereitung, Wasserversorgung, Abwasserbehandlung und in industriellen Wasser- und Prozesskreisläufen.

Chemische und verfahrenstechnische Industrie

In der chemischen und verfahrenstechnischen Industrie müssen Durchflussmesser mit sehr unterschiedlichen Prozessmedien zurechtkommen. Durch die Auswahl geeigneter Auskleidungen und Elektrodenwerkstoffe kann der EPM an die Eigenschaften des jeweiligen Messstoffs angepasst werden.

Damit eignet sich der magnetisch-induktive Durchflussmesser für zahlreiche leitfähige Chemikalien, Lösungen und andere Prozessflüssigkeiten. Die konkrete Werkstoffauswahl erfolgt entsprechend der chemischen Beständigkeit gegenüber dem jeweiligen Messstoff und den vorliegenden Prozessbedingungen.

Feststoffhaltige und verunreinigte Medien

Da der EPM nach dem magnetisch-induktiven Messprinzip arbeitet und keine beweglichen mechanischen Messelemente in den Rohrquerschnitt hineinragen, kann er auch für leicht verunreinigte und feststoffhaltige leitfähige Flüssigkeiten eingesetzt werden.

Industrielle Prozess- und Versorgungskreisläufe

Neben Wasser- und Chemieanwendungen eignet sich der EPM für zahlreiche industrielle Prozesse, in denen der Volumendurchfluss elektrisch leitfähiger Flüssigkeiten gemessen oder überwacht werden muss. Einsatzmöglichkeiten bestehen beispielsweise im Anlagen- und Maschinenbau, in der Energie- und Versorgungstechnik sowie in unterschiedlichen Bereichen der Prozessindustrie.

Durch die Möglichkeit einer aufgebauten oder getrennten Installation kann der EPM dabei an die räumlichen und umgebungsbedingten Anforderungen der jeweiligen Messstelle angepasst werden.

Besonderheiten

Aufgebaute und getrennte Ausführung

Der EPM ist als aufgebaute oder getrennte Ausführung erhältlich.

Bei der aufgebauten Ausführung ist der Messumformer direkt auf dem Durchflusssensor montiert. Diese kompakte Bauweise eignet sich für Messstellen, an denen Sensor, Anzeige und Elektronik unmittelbar am gleichen Einbauort angeordnet werden können.

Bei der getrennten Ausführung werden Durchflusssensor und Messumformer räumlich voneinander installiert. Sensor und Messumformer verfügen hierbei jeweils über einen Klemmkasten. Der Messumformer ist mit einem Befestigungswinkel für die Wandmontage ausgestattet.

Die getrennte Ausführung bietet Vorteile, wenn die Anzeige und Bedienung an der eigentlichen Messstelle nur schwer zugänglich wären oder wenn die Umgebungsbedingungen eine räumliche Trennung von Sensor und Messumformer sinnvoll machen.

Flexible Ausrichtung des Messumformers

Bei der aufgebauten Ausführung kann die Position des Messumformers an die Einbausituation angepasst werden. Dazu werden die entsprechenden Sicherungsschrauben gelöst und der Messumformer in die gewünschte Richtung gedreht.

Dadurch lässt sich insbesondere die Ausrichtung der Anzeige an die örtlichen Gegebenheiten anpassen und die Ablesbarkeit verbessern.

Der zulässige Drehbereich beträgt maximal 270°. Eine darüber hinausgehende Drehung ist zu vermeiden, da dadurch die interne Verkabelung zwischen Sensor und Messumformer beschädigt werden kann.

Schutzart IP67 und optionale IP68-Ausführung

Standardmäßig ist der EPM in Schutzart IP67 ausgeführt. Damit ist das Gerät für den Einsatz unter typischen industriellen Umgebungsbedingungen geschützt.

Für Messstellen mit erhöhten Anforderungen an den Schutz des Sensors gegen eindringendes Wasser steht optional eine IP68-Ausführung zur Verfügung. Bei dieser Ausführung wird das Verbindungskabel bereits sensorseitig angeschlossen. Der elektrische Anschluss am Sensor wird anschließend vergossen.

Durch diese konstruktive Ausführung wird der Sensoranschluss dauerhaft gegen das Eindringen von Wasser geschützt. Die IP68-Option eignet sich damit insbesondere für Anwendungen, bei denen der Sensor entsprechend den für die Ausführung festgelegten Einsatzbedingungen einer erhöhten Feuchtigkeits- oder Wasserbelastung ausgesetzt ist.

Integrierte Erdungselektrode

Für eine zuverlässige magnetisch-induktive Durchflussmessung ist ein definiertes elektrisches Bezugspotenzial zwischen Messstoff und Messgerät erforderlich. Der EPM verfügt hierzu über eine integrierte Erdungselektrode.

Abhängig von Rohrleitung, Messstoff und Einbausituation können darüber hinaus weitere Maßnahmen zur Potenzialanpassung erforderlich sein. Die für die jeweilige Anwendung geeignete Erdung richtet sich nach den Einbaubedingungen und den Vorgaben der Bedienungsanleitung.

Anpassung an unterschiedliche Messstoffe

Die medienberührten Werkstoffe sind entscheidend für die zuverlässige und dauerhafte Funktion eines magnetisch-induktiven Durchflussmessers. Für den EPM stehen deshalb unterschiedliche Auskleidungs- und Elektrodenwerkstoffe zur Verfügung.

Die geeignete Kombination wird abhängig vom Messstoff und den Prozessbedingungen gewählt. Dadurch kann der EPM für unterschiedliche leitfähige Flüssigkeiten und industrielle Anwendungen konfiguriert werden.

Technische Daten

Messprinzip

Magnetisch-induktive Durchflussmessung nach dem Faradayschen Induktionsgesetz

Messgröße

Volumendurchfluss elektrisch leitfähiger Flüssigkeiten

Geräteausführungen

  • Aufgebaute Ausführung mit direkt am Sensor montiertem Messumformer
  • Getrennte Ausführung mit räumlich getrenntem Sensor und Messumformer
  • Wandmontage des getrennten Messumformers über Befestigungswinkel

Schutzart

  • IP67 in der Standardausführung
  • Sensor optional in IP68-Ausführung
  • Bei IP68 sensorseitig angeschlossenes und vergossenes Verbindungskabel

Messumformer

Bei der aufgebauten Ausführung kann der Messumformer zur Anpassung an die Einbausituation gedreht werden. Der maximale Drehbereich beträgt 270°.

Bei der getrennten Ausführung erfolgt die Montage des Messumformers über einen Befestigungswinkel an der Wand.

Auskleidung

Verschiedene Auskleidungswerkstoffe zur Anpassung an Messstoff und Prozessbedingungen verfügbar.

Elektroden

Verschiedene Elektrodenwerkstoffe zur Anpassung an Messstoff und Prozessbedingungen verfügbar.

Erdung

Integrierte Erdungselektrode.

Prozessanschlüsse

Verschiedene Prozessanschlüsse entsprechend Geräteausführung und Anwendungsanforderungen verfügbar.

Datenblatt

application/pdf; charset=binary

Technische Information

26.01

2,3 MB

Bedienungsanleitung

application/pdf; charset=binary

Montage- und Betriebsanleitung

26.01

3,3 MB
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Robert-Perthel-Straße 9
50739 Köln
Deutschland

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